Muskeltest u. Symbolsprache

Der kinesiologische Muskeltest

Rein technisch wird dabei ein bestimmter Muskel auf seine Kraft überprüft. D.h. der Kinesiologe zieht mit mittlerer Kraft am ausgestreckten Arm des Klienten, wogegen dieser Gegendruck leistet. Durch Berühren beispielsweise einer schmerzhaften Körperstelle (eine Körperzone, die für den Klienten im Moment ein Thema ist), wird der vorher starke Muskel schwach, und das Gelenk gibt nach. Dieser Test arbeitet somit nach einem binären System - man bekommt Ja-Nein-Antworten: Muskel zeigt auf gesetzten Reiz einen Wechsel in seiner Stärke, oder nicht.

Der Vorteil ist, dass man Informationen auch aus Schichten des Körpers bekommt, die dem analytischen Verstand nicht zugänglich sind. Der genaue Mechanismus des Phänomens ist ungeklärt und wissenschaftlich nicht wirklich nachvollziehbar.

Ist der Muskeltest objektiv?

Nein! - Eine Schwachstelle des Muskeltests ist, dass er auch durch Gedanken und Vorstellungen beeinflussbar ist. Er kann also nicht als objektives Messinstrument zum Austesten beispielsweise positiver oder negativer Substanzen verwendet werden. Wir stehen daher dem Austesten von Allergenen, Nahrungsmitteln, Medikamenten, Heilmitteln etc. sehr kritisch gegenüber. Unsere Ansicht wird auch durch zahlreiche wisschenschafltiche Versuche untermauert, bei denen unterschiedliche KinesiologInnen nicht überzufällig zu den gleichen Ergebnissen kamen, bzw. die selben KinesiologInnen keine reproduzierbaren Ergebnisse austesten konnten.

In prozessorientierten Einzelsitzungen dient der Muskeltest hingegen dazu, Zusammenhänge mit dem momentanen Zustand einer Person zu erkennen, indem man beobachtet, auf welche gegenübergestellten Informationen eine Person beim Muskeltest reagiert bzw. nicht reagiert. Das können Körperstellen sein, welche Aufmerksamkeit an sich ziehen, Reflexpunkte, Gedanken, Erinnerungen, Symbole, Körperpositionen, etc. Die Summe dieser einzelnen Informationen können schließlich wie Mosaikteile zu einem größeren Bild zusammengesetzt werden, welches die momentane Situation verständlicher macht und ein Einlassen auf den aktuellen Entwicklungsprozess ermöglicht.

Symbole

sind Zeichen (Bilder, Sinnbilder), die für eine bestimmte Bedeutung stehen. Die Tradition der Symbole ist bereits einige tausend Jahre alt und in verschiedenen Kulturen zu finden. Häufig werden sie als Instrument eingesetzt, das dazu verhelfen soll, einen bestimmten Zustand zu erreichen. In der MENTAS Kinesiologie werden sie nicht als therapeutisches Instrument betrachtet. Sie dienen lediglich dem Erkennen der im momentanen Prozess dienenden Kräfte. Es gibt Symbole, deren Bedeutung z. B. für bestimmte Körperstellen, Körperfunktionen, Lebensdynamiken, Verhaltensmuster, etc. stehen.