20. Perspektiven-wechsel
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Du kannst deine gegenwärtige Situation für einen Moment der Betrachtung nutzen.
Noch geht es nicht ums Handeln. Sammle dich zunächst, tauche ein ins Jetzt und betrachte die Dinge aus einer weit größeren Perspektive, aus der Sicht deiner wahren Größe. Du warst schon immer da und wirst immer da sein. Dein Gastspiel auf Erden ermöglicht dir und der Schöpfung, sich neu zu erfahren und sich neu zu entfalten. Das kann der Verstand nicht begreifen, aber dein Herz weiß Bescheid.
Viele innere Einsichten hast du schon gesammelt, viele göttliche Lebensprinzipien erfahren. Doch bei der Umsetzung schickt dir dein konditionierter Verstand noch Widerstand und Zweifel, das Ego kämpft um seine Position.
Den Widerstand zu betrachten, dem Zweifel ins Auge zu sehen, bewirkt den Wandel im Moment, selbst wenn er sich im Außen noch nicht unmittelbar zeigt.
So wirst du mehr und mehr dein eigentliches, wahres Selbst. Der göttliche Urquell wird Teil deiner Persönlichkeit. Nun kannst du auch bereits verstandene, allgemeine Prinzipien und erfahrene göttliche Lebensgesetze leben und in dein Handeln einfließen lassen. Dein Tun wird andere innerlich berühren. Du entzündest die Leuchtfeuer anderer Menschen. Deines brennt schon so lange. Das wird nun mehr und mehr nach außen hin sichtbar durch dein Sosein.
Die Wandlungslinien
Du kannst gewiss sein, auch wenn dich das Schicksal im Moment vermeintlich quält: Dies ist Teil (d) eines größeren Planes. Du wirst daran wachsen.
Dein Wesen schreitet beständig voran auf seinem Weg, auch wenn du vermeintlich auf der Stelle trittst oder nur sehr langsam weiterkommst. Geduld ist eine deiner spirituellen Kräfte, die du jetzt für dich nutzen kannst.
Du entfachst die Leuchtfeuer anderer – aber tu es, ohne viel Wind darum zu machen, damit sich dein Ego nicht daran aufbläht. Bemerkst du das doch, ist es Zeit, in der Stille sanft aus deinem Herzen zu lächeln.
Du weißt um die Kraft des Lebensflusses, den „flow of life“. Du kannst dich von ihm tragen lassen, ihn aber nicht für Ego-Ziele einsetzen. Bei näherer Betrachtung deiner Situation mag sich ein solches Ziel eingeschlichen haben.
Betrachtest du andere aus deinem Herzen heraus, kannst du dich selbst in ihnen erkennen. Wenn du aus deinem Herzen auf andere wirkst, kannst du dich selbst durch die Wahrnehmung deiner Wirkung erkennen.
Vermeintliche Fehler und Rückschläge lassen dich innehalten und dein Leben betrachten. Aus der weiten Perspektive deines wahren Selbst gibt es keine Fehler und keine Rückschläge, sondern nur Situationen, die dir dienen, dein wahres Selbst zu erkennen und anzuerkennen. Nimm die möglichen Gefühle und Emotionen wahr, die sich durch deine Situation zeigen. Lass sie zu und gib dich ihnen hin. Aber tue das, ohne die vermeintlichen Fehler und Rückschläge damit in Verbindung zu bringen, einfach so. Lass sie wirken, indem du sie nur betrachtest. Als ob du deine Emotionen im Kino auf der Leinwand sehen würdest, ohne eingreifen zu können. Dadurch kannst du sie transformieren und erfährst dabei selbst eine Transformation.