21. Zum Kern der Sache
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Du erlangst nun die Fähigkeit, durch konsequentes Hinschauen auf dein Thema oder deine Situation wachsen zu können, anstatt – wie bisher – mit dem Schicksal zu hadern.
Es ist die Fähigkeit, mit Beharrlichkeit und Aufrichtigkeit zum Kern der Sache vorzudringen und dadurch zu innerer Einsicht und Demut zu gelangen.
Kausales Denken (Ursache-Denken) mit Schuldzuweisungen an dich selbst oder andere kannst du nun eingehend und konsequent auf Brauchbarkeit prüfen und in weiterer Folge loslassen. So wird dein Horizont sich weiten, dein Herz sich öffnen und dein Vertrauen in deinen Lebensfluss sich stärken.
Die Wandlungslinien
Die Umstände und das eigene Herz verhelfen dir, ja zwingen dich nahezu, aus unbewusstem, selbstgerechtem und urteilendem Denken auszusteigen. So ist es dir möglich, durch ein „In-dich-gehen“ zu mehr Bewusstheit zu finden.
Die unbewusste Erfüllung von Erwartungen, Projektionen, Zuschreibungen und Zurechtweisungen anderer führt zunächst zur Sucht nach Zustimmung und gleichermaßen dazu, die „Schuld“ für die eigene Situation im Außen zu suchen. Durch dein bewusstes Einlassen auf diese Situation und das Loslassen aller oben genannten Einschränkungen kannst du nun deine eigene Identität und die Zustimmung zu dir selbst finden.
Möglicherweise bist du in Vorurteile und Projektionen verstrickt und stülpst solche auch über andere. „Du bist so und so …“, „Wir Meiers sind so und so …“ usw. Diese Urteile können auch vorgeburtlich entstanden oder ererbt sein. Sie werden dann – auch von dir selbst – mit deiner wahren Natur verwechselt und sogar als Charaktereigenschaften beschrieben. Nun kannst du dich, durch diese Projektionen hindurch, zu deiner wahren Natur „durchbeißen“: Identifiziere diese Projektionen – fremde und eigene, auf andere und auf dich selbst – konsequent und lasse sie los.
Du schaffst es, Hindernisse zu „durchbeißen“. Du reagierst nicht mehr aus alten Ego-Strukturen heraus, verurteilst nicht mehr. Daher wirst auch du nicht mehr verurteilt. So gelingen nun aufrichtige Freundschaften, harmonische Begegnungen, freudvolle Beziehungen. Du lässt dich nicht bequem vom Lebensfluss tragen, sondern bleibst wachsam und aktiv.
Es gilt noch innezuhalten. Nachgeben hieße, sich zu verbiegen. Werde dir immer wieder deiner Ausrichtung klar! „Was will ich?“, „Wo und wie will ich mein Leben leben?“, „Wem kann ich in Freude und Leichtigkeit begegnen?“, sind Fragen, die dir hilfreich sein können.