32. Das Ankommen feiern

Wie auch immer sich deine Situation gerade darstellt, schau auf sie und stell dir die Frage: „In welchen Bereichen meines Lebens fühle ich mich angekommen?“

Dieses Symbol will dich auf Folgendes hinweisen: Du bist bereits angekommen, beispielsweise in einer harmonischen Partnerschaft, in einem Beruf aus Berufung, in einer guten Geschäftsbeziehung, in einer tollen Wohnung oder in einem schönen Land. Beständig schreitest du auf deinem Weg voran. Du hast aufgehört, um dich zu schlagen, wenn es mal Hindernisse gibt. Freiheit und Stille sind deine Wegbegleiter geworden. Du weißt um deine Wirkungskraft und Macht, bist Pionier und Vorbild in dem, was du machst und wie du es machst.

Du fühlst vielleicht schon, dass dieser Zustand von Dauer sein kann. Dafür musst du deine Ausrichtung auf deine innere Wahrheit nicht ändern. Angekommen sein heißt nicht Stillstand. So wie die Jahreszeiten sich ablösen, so ist Veränderung Bestandteil deines Lebens. So sicher es ist, dass der Apfelbaum, der im Frühling blüht, im Herbst Früchte trägt, so sicher fließt dein Lebensfluss beständig weiter. Doch du musst nicht mehr überlegen, wann es Zeit für Neues ist, denn sobald du das tust, wird dein Verstand Zweifel kreieren. Du lässt dich tragen von den Wogen des Wassers, bist in deiner inneren Zuversicht und Hingabe verankert und weißt, wenn Wandel wieder möglich und sinnvoll ist.

Die Wandlungslinien

  1. Auf deinem Weg gibt es Zwischenziele. So hast du es dir sinnvoll eingeteilt. Willst du diese nun zu schnell erreichen, wertest du dich vielleicht und fühlst dich schlecht, wenn dir das nicht sofort gelingt. Besinne dich darauf, dass du ja schon angekommen bist, dir deines Weges und deines Wertes sicher bist. Sonst wird dein Ego wieder Zweifel säen – wobei auch die dich letztendlich wieder nur an deine Freiheit und Wirksamkeit erinnern wollen!

  2. Du erkennst sofort, wann du im Fluss des Lebens wieder beginnst, um dich zu schlagen, und dir so Verletzungen und Schmerzen zufügst, oder wenn du dich nur bequem treiben lässt, ohne mit dem Fluss zu schwimmen. Jetzt kannst du dein Tempo finden, das dir weder Kräfte raubt noch dich unterfordert. Da du wahrnimmst und dich nicht mehr bewertest, geschieht dies leicht und im Augenblick.

  3. Eine östliche Weisheit besagt, dass Schaden nur eintreten kann, wo Angst die Türe öffnet. Heute beschreibt dies das Gesetz der Resonanz. Übe dich also darin, deine Ängste zu erkennen und ihnen ins Auge zu blicken. Übe dich darin, neue, angstfreie Gedanken zu denken, dann wird nicht mehr das eintreten, wovor du dich fürchtest. Übe dich darin, dir und deinem Weg treu zu bleiben, indem du dich nicht an Wegbegleitern und deren Tempo misst. Denn du bist einzigartig. Du bist richtig. Du bist wirkungsvoll und du bist auf dem rechten Weg.

  4. Wenn du Beeren pflücken möchtest, musst du in den Garten gehen. Wenn Malen deine Gabe ist, musst du dir Farbe, Pinsel und Leinwand besorgen. Dein Ziel ist dir klar und jetzt weißt du auch, wie dein nächster Schritt dorthin aussieht. Bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei diesem nächsten Schritt. Sonst kann es sein, dass du deine Gedanken in die Zukunft schickst und dich vorsorgst.

  5. Du hast schon viele Hindernisse aus eigener Kraft überwunden, bist deiner inneren Ausrichtung zu deiner Wahrheit treu geblieben und nun ausgeglichen. Jetzt weißt du, wann es Zeit ist, zu planen, Impulse zu geben, aktiv zu werden oder etwas umzusetzen. Genauso erkennst du, wann es sinnvoll ist, den Boden zu bereiten, etwas wachsen oder ruhen zu lassen. Du weißt um deinen Weg und um deine nächsten Schritte. So kannst du auch Wegbegleitern mit Gelassenheit beistehen, wenn diese eine Sackgasse beschreiten oder sich Gefahren aussetzen. Du weißt, das ist Teil ihres Seelenplanes.

  6. Das Rezept gegen deine Rastlosigkeit: Besinne dich auf diesen Moment, lenke deine Aufmerksamkeit ins Jetzt. Gibt es im Jetzt Wut, Aggression oder Ängste? Das Ankommen im Moment wird sie relativieren. Wertest und verurteilst du andere? Dann werde dir bewusst, dass du dich selbst bewertest und verurteilst. Indem du dir aber sicher bist, dass du richtig bist, weißt du auch, dass die anderen es sind.