30. Das innere Leuchtfeuer
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Wie auch immer dein Anliegen lautet, die folgenden Worte können dich darauf hinweisen, was es im Augenblick zu erkennen gilt. Mach dir bewusst: Du bist ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit.
Kläre deinen Geist und erkenne dein wahres Sein. Du erlebst dich mehr und mehr in der Einheit mit der allumfassenden Schöpfungskraft. Du bist entflammt, du glühst immer wieder vor Dankbarkeit und Freude. An deiner entstehenden Klarheit und Ordnung können sich Hilfesuchende orientieren. Dein Feuer wärmt viele und entzündet das Licht der anderen. Deine Botschaft verbreitet sich wie ein Lauffeuer, und die Dunkelheit wird immer lichter.
Auch wenn dich die Medien oder Mitmenschen vom Gegenteil überzeugen wollen: Du weißt um das Licht in uns allen, weißt um die helle Seele, die immer da ist, auch wenn sie von den Schattenspielen des Egos verdunkelt wird.
Dein Beitrag zum Wandel bleibt, dein Wissen um die Kraft des Lichts zu stärken, indem du das Gute in der Welt siehst. Das Gute, das war, das Gute, das ist, und das Gute, das sein wird. Dann kannst du bei dir bleiben, ohne vom kollektiven Weltschmerz vereinnahmt zu werden, selbst wenn du siehst, wie eine Katze eine Maus frisst.
Der Sauerstoff, der dein Feuer weiter lodern lässt, ist deine Weltanschauung: Du schaust hin und siehst das Gute in dir, im anderen, in der Welt.
Die Wandlungslinien
Lange hast du in geschütztem Rahmen geübt, bei dir zu bleiben und die Stille, das reine Bewusstsein wahrzunehmen. Jetzt gelingt dir das auch immer mehr im geschäftigen Alltag. Kollektive Gedanken und Energien erkennst du als solche, du tauchst nicht mehr so schnell in sie ein, reagierst nicht mehr.
Du ruhst in deiner Mitte, reagierst nicht mehr im Übermaß, weder in guten noch in weniger guten Zeiten. Kein „himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt“ mehr. Du erkennst die Perfektion jedes Augenblicks. Du weißt, dass du jeden Lebensumstand mitgestaltet hast, um daran zu wachsen. Du übernimmst volle Selbstverantwortung, bist nicht mehr Spielball des Lebens, sondern spielst und liebst das Leben.
Auch wenn du dir der Vergänglichkeit bewusst wirst, erinnerst du dich an die Unvergänglichkeit deines inneren Selbst. Dann musst du nicht mehr durchs Leben rasen, aus Angst nicht alles unterzubringen. Dann brauchst du nicht mehr zu hadern mit den Zyklen des Werdens und Vergehens.
Damit dein Leuchtfeuer nicht von Zweifeln erstickt wird, betrachte deine Situation unter folgendem Aspekt: Wir bestellen unser Schnitzel beim Kellner und wissen, dass es serviert wird, sobald es fertig ist. Wir müssen nicht dauernd in die Küche laufen, um den Fortschritt unserer Bestellung zu kontrollieren, und wir brauchen nicht zu jammern, falls es zu lange dauert. Wir bestellen und sind gewiss, dass wir bald essen werden. In der Zwischenzeit brauchen wir keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden.
Oft hast du Tränen geweint über drohende oder tatsächliche Verluste. Nun erkennst du, dass du nach dem Weinen klarer siehst, dass Ängste und Widrigkeiten zu deinem Wachstum beitragen. Diese völlig andere Sichtweise erlaubt dir, auch die Spiele deines Egos zu erkennen. Es will dich am Fortschreiten hindern, indem es dich selbstgefällig auf den eigenen Erfolgen ausruhen lässt.
Du bemerkst sofort, wenn Zweifel, Begehren, Ungeduld oder Neid dein Licht trüben. Du kannst dich immer mehr selbst annehmen und erkennst dein selbstgefälliges Ego, wenn es versucht, dich klein zu machen oder hoch zu loben. Du weißt um deinen Wert, ohne Erfolgsmessung durchs Ego. Du definierst dich immer mehr über dein Sein, nicht mehr über dein Haben und Tun.