22. Innere Schönheit
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Unser altersloses, inneres Selbst, das untrennbar ist von der höchsten Quelle, wird uns im Lauf des Lebens immer weniger bewusst. Immer leiser wird die Stimme unseres Herzens, da die Stimme des Verstandes sie mehr und mehr übertönt. Schon in der Kindheit beginnen wir an unserem Selbst zu zweifeln. Das scheint normal, da es uns so vermittelt wird. Jemand werden zu müssen, etwas erreichen zu müssen, sich Wissen und Besitz anzueignen, das sind die westlichen Werte, denen wir uns unterordnen. Im selben Maße, in dem das eigentliche Selbst in unserem Gewahrsein schrumpft, bläst sich der Verstand auf, wird konditioniert. Wir wachsen in eine vorgeformte, gesellschaftlich anerkannte Form hinein und füllen diese aus – bis sie uns zu eng wird. Diese Formen werden gesprengt, wenn wir uns wieder auf die Suche nach unserem Selbst begeben.
Dieses Symbol weist dich darauf hin, dass dir deine Form zu eng geworden ist und du dich wieder auf die Suche nach deinem wahren Selbst begeben hast. Die zu engen Formen ermöglichen dir letztendlich, erneut die Suche nach deiner inneren Wahrheit aufzunehmen. Die nun begonnene Entfaltung deines Selbst klärt deine Beziehung zu den Dingen, so dass du wieder zulassen kannst, dass sie sich selbst entwickeln.
Du steigst aus dem Glauben aus, alles müsse nach den Plänen deines Verstandes geschehen: Das ist die Anmut der Gelassenheit.
Du kannst dir des Geschehens einfach gewahr sein, ohne zu bewerten, ohne zu reagieren: Das ist die Anmut der Annahmebereitschaft.
Du musst dein Ego nicht mehr nähren durch intellektuelles Wissen, materielles Hab und Gut und andere Formen, über die du bisher deinen Wert definiert hast: Das ist die Anmut der Demut.
Du bist am Weg. Deine Begleiter sind Stille, Betrachtung, kreativer Ausdruck. Das Begehren deines Egos beginnt zu schweigen. Dein Wollen kommt zur Ruhe. Du erfreust dich an Schönheit und Anmut. Das ist der Wandel, den du in dein Leben eingeladen hast. Jetzt ist es an dir, ihn zuzulassen.
Die Wandlungslinien
Der Herd ist an, das Wasser kocht, die Spaghetti sind im Topf. Jetzt nützt es nichts, die Spaghetti anzuschreien, damit sie schneller fertig werden. Die Anmut, die du in dein Leben eingeladen hast, lässt dich dein Drängen und dessen Sinnlosigkeit erkennen. Du hältst inne und kannst vielleicht sogar über dich lachen. Erleichterung dehnt sich aus.
Du kannst mehr und mehr den Weg genießen und nicht nur dem Ziel hinterher hecheln. Du darfst dir erlauben, jetzt glücklich zu sein, nicht erst, wenn du einen neuen Job, Partner oder ein neues Haus hast. Erleichterung kann sich ausdehnen, sie ist immer ein Indikator für den Wandel.
Du bleibst beharrlich dabei. Du genießt es, im Lebensfluss zu schwimmen. Die Dinge scheinen dir zuzufallen. Alles ist gut, alles ist heil, auch wenn es sich im Außen noch anders zeigt. Zwischenmenschliche Beziehungen heilen nun von deinem Inneren heraus.
Alles reduziert sich. Äußerliche Anmut, Schönheit und Glanz sind Ausdruck und Abbild deines inneren Selbst und nicht mehr da, um andere zu beeindrucken. Alles wird einfach, du bist dir selbst genug. Ist es dir möglich, die Erleichterung zu fühlen?
Du kannst erkennen, dass die Rückkehr zur Einfachheit nur vermeintlich mit Verzicht einhergeht. Das will dir nur dein kleiner werdendes Ego einreden. Spürst du die Leichtigkeit, die mit dieser Erkenntnis einhergeht?
Aller Schmuck ist abgelegt. Die Form verdeckt nicht mehr den Inhalt. So kommt er voll zur Geltung. Die neue transparente Form ist Ausdruck deines eigentlichen Selbst. Dein Innerstes scheint durch. Die Anbindung an die Quelle,