28. In der Stille ruhen

Die Zeit des Wandels ist da. Mehr und mehr kannst du dich in deinem stillen Zentrum, in deinem Vertrauen verankern. Es weiß: Veränderungen können leicht geschehen. Das kannst du auch in deiner momentanen Lage trainieren.

Ein Bild dazu: Das Dach deines Hauses ist undicht. Es ist Zeit zu handeln, möglichst rasch. Denn es wird regnen, das ist gewiss. Was tun? Das Dach reparieren oder eine neue Bleibe suchen? Dein eigentliches Selbst, das Anschluss hat zu deinem Urvertrauen, zum göttlichen Quell, bleibt von dem drohenden Wolkenbruch unbeeindruckt. Es wäre sogar im Fall eines Hochwassers unbesorgt und würde auch materielle Verluste gelassen hinnehmen und den höheren Sinn einer Überschwemmung erkennen.

Kannst du die Stimme deines Inneren hören, trotz des Zeitdrucks? Geh in dein Inneres und lausche – so viel Zeit muss sein, ja ist „notwendig“, weil dadurch die „Not gewendet“ wird. Gelingt dir das, wirst du den nächsten Schritt erkennen und kannst ihn in Freude und Leichtigkeit tun. Auch ist es sehr hilfreich zu erkennen, wenn dein Verstand sich in die Zukunft bewegt und vorsorgt. Von Angst und Sorge getrieben triffst du leicht voreilige Entscheidungen. Vor allem, wenn deine Angst, dein Misstrauen und dein Zweifel im Außen gespiegelt werden, mag es dir schwer fallen, in der Gewissheit zu bleiben, dass Veränderung auch leicht geschehen darf – durch dich, für dich und damit fürs Ganze.

Doch sei beruhigt. Du konntest dich gut vorbereiten und hast bei kleineren Gewittern Ruhe bewahrt. Jetzt bist du so weit, auch bei einem Tornado in dessen stillem Zentrum zu bleiben.

Der Stimme des Herzens folgend, bleibst du am Weg deiner inneren Wahrheit.

Die Wandlungslinien

  1. Es geling dir, nicht auf Druck von außen zu reagieren. Du kannst Zweifel und Ängste als Kreationen des Verstandes sehen und bleibst davon unbeeindruckt. So baust du geduldig das Fundament deines neuen Hauses, schaffst gewissenhaft die Grundlage für den Wandel.

  2. Trotz der außergewöhnlichen Lage geht alles gut. Längst aufgegebene Projekte leben wieder auf, fast Vertrocknetes beginnt wieder auszutreiben. Das Feuer ist wieder entfacht – jetzt gilt es nur, die Flammen nicht unter zu viel Brennholz, unter zu viel Wollen und Tun, zu ersticken.

  3. Du bist dabei, zu schnell und unbedacht zu handeln. Das Ego will sich durchsetzen und Veränderung erzwingen. Baust du das neue Haus zu schnell und hörst nicht auf deinen Planer (dein inneres Selbst), wird auch das neue Dach bald wieder undicht sein.

  4. Das neue Haus steht, das neue Dach ist dicht. Doch dein Ego nährt sich nicht mehr davon. Du brauchst keine materiellen Statussymbole mehr. Was für eine neue Freiheit! So kannst du das neue Haus genießen, brauchst es aber nicht mehr, um Anerkennung zu bekommen. Du weißt, dass du geliebt bist. Geh mit deiner Aufmerksamkeit in dein Herz und fühle diese Liebe.

  5. Die Pflanze, die dank deiner aufmerksamen Pflege wieder austreibt, darf nicht zu viel gedüngt werden, sonst hat sie zwar wunderbare Blüten, aber keine Kraft mehr zum Wachsen. Der Kuchen im Ofen verbrennt bei zu großer Hitze, Spaghetti, die zu lange kochen, werden weich. Das heißt: Jetzt ist Zeit, weniger zu tun, langsamer und bedachter zu handeln. Du kannst dich nun noch tiefer in deinem Vertrauen verankern, dann werden dich künftige Stürme nicht wegwehen.

  6. Du meinst es zwar gut, aber es hat keinen Sinn, das Dach fertig zu reparieren, wenn schon die ersten Regentropfen fallen. Jetzt kann Plan B in Kraft treten. Jetzt heißt es, deine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die Situation ist herausfordernd, und doch ermöglicht sie dir zu erkennen, was dir wirklich wichtig ist. Was willst du mitnehmen ins Trockene?